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Beten für Opfer von Krieg und Gewalt

Seit 2002 "wandern" neun besonders gestaltete Kerzen in jedem Herbst durch die Rhein-Main-Region und brennen als "Licht des Friedens" bei ökumenischen Friedensgebeten und Gottesdiensten. Eine dieser Kerzen wurde in diesem Jahr von Sabine Scheld und Anne-Charlotte Zeiß aus der Luthergemeinde kreativ gestaltet.

Verbrannte Erde - Kriegsopfer Schöpfung

Der verbrannte, abgestorbene Baum, die toten Tiere, das vernichtende Feuer, die schwarze Erde und das schmutzige Wasser auf der linken Seite der Kerze stehen für Krieg und Zerstörung des Lebens durch den Menschen.

Der lebendige Baum mit zartem, grünen Laub, die Schmetterlinge als Symbol für die Erneuerung des Lebens, die bunten Blumen und das frische Gras als Lebensraum für Tier und Mensch stehen für die wunderbare Schöpfung, wie sie von Gott gedacht ist.

Das Kreuz wächst heraus aus dem toten und lebendigen Baum als Zeichen für Gottes Macht und seine Kraft zur Überwindung des Todes.

Der Regenbogen mit Taube als Symbol der Hoffnung und dass neues Leben möglich ist.

Der Mensch, selbst verantwortlich für Krieg und Zerstörung, ist auf der Flucht und will, getragen von der Brücke des Lebens, hin zur friedlichen Welt.

Anne-Charlotte Zeiß, Sabine Scheld

 

Am 1. September – dem Beginn des Zweiten Weltkrieges – startet die Aktion Wanderfriedenskerze mit einem gemeinsamen Gottesdienst zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Von dort aus gehen die Friedenskerzen auf ihre Reise durch etwa 70 bis 80 Gemeinden in der Rhein-Main-Region bis zum Buß-und Bettag.

Das Thema der diesjährigen Aktion ist:

„Verbrannte Erde – Kriegsopfer Schöpfung“.

Schon seit Jahrtausenden ist „Verbrannte Erde“ eine Kriegstaktik mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Seit 1976 ist die absichtliche Zerstörung der Umwelt im Krieg durch eine Konvention der UN geächtet. Trotzdem werden durch Kriege nach wie vor der Lebensraum von Menschen, Tieren und Pflanzen vernichtet. Der Schöpfungsbericht sagt: Alles Leben ist kostbar, daher liegt es in unserer christlichen Verantwortung, diese Schöpfung als Ganzes zu bewahren.

Ökumenischer Friedensgottesdienst am 27. September um 18.30 Uhr in der Kirche St. Thomas Morus (Grünberger Str. 78)

Die musikalische Begleitung gestaltet die Band „Pai Nosso“. Online-Anmeldung erforderlich unter: www.thomas-morus-giessen.de


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